LLM steht für Large Language Model, auf Deutsch großes Sprachmodell. Solche Systeme wurden mit sehr großen Textmengen trainiert und sagen bei jeder Anfrage voraus, welche Wortbausteine als Antwort am wahrscheinlichsten passen. ChatGPT, Claude, Gemini und Copilot beruhen auf dieser Technik.
Ein Sprachmodell schlägt nichts nach, sondern erzeugt Text Baustein für Baustein auf Basis von Wahrscheinlichkeiten. Das erklärt beide Seiten: Es formuliert erstaunlich flüssig und kann gleichzeitig Dinge behaupten, die nicht stimmen. Dieses Verhalten nennt man Halluzination.
Viele Systeme können zusätzlich live im Netz suchen und die gefundenen Seiten in ihre Antwort einbeziehen. Erst dadurch werden sie für aktuelle Themen oder lokale Anbieter brauchbar. Genau an dieser Stelle entscheidet sich auch, ob ein Unternehmen als Quelle auftaucht.
Gut sind diese Modelle bei allem, was Sprache umformt: Entwürfe schreiben, Zusammenfassen, Übersetzen, Umformulieren, Sortieren. Schwach sind sie bei verbindlichen Fakten. Preise, Fristen, technische Werte und rechtliche Auskunfte gehören immer geprüft, bevor sie das Haus verlassen.
Ein Modell weiß außerdem nichts über Ihr Unternehmen, was nicht irgendwo geschrieben steht. Texte, die ausschließlich maschinell entstehen, klingen deshalb glatt und austauschbar. Der Wert entsteht erst durch das, was ein Mensch ergänzt.
Der Einsatz lohnt sich dort, wo regelmäßig Text entsteht und die Prüfung schnell geht. Angebotstexte, Protokolle, Stellenanzeigen, Produktbeschreibungen. Wichtig sind klare Regeln, welche Daten in ein solches System eingegeben werden dürfen, gerade bei personenbezogenen Angaben.
Die zweite Perspektive ist die umgekehrte: Diese Modelle beantworten inzwischen Fragen, die früher über Suchmaschinen liefen. Ob das eigene Unternehmen dabei genannt wird, ist eine eigene Disziplin geworden.
Nicht ungeprüft. Personenbezogene Daten gehören nicht in ein öffentliches Chatfenster, ohne dass geklärt ist, wo verarbeitet und wie lange gespeichert wird. Es gibt Angebote mit Verarbeitung in Europa und vertraglichen Zusicherungen, die dafür geeignet sind.
Zuverlässig nicht. Die verfügbaren Prüfwerkzeuge liegen häufig daneben, in beide Richtungen. Wichtiger als die Herkunft ist die Frage, ob der Inhalt stimmt und ob etwas darin steht, das nur Ihr Unternehmen sagen kann.
Wenn Sie herausfinden wollen, an welcher Stelle im Betrieb sich der Einsatz rechnet, hilft ein einzelner Testfall mehr als jede Grundsatzdebatte. Mehr dazu unter KI für Unternehmen.
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